Ich mal das Leben schön.

Der Mensch, die Tiere und die Natur, das Leben mit all seinen Facetten sind die Inhalte meiner künstlerischen und gestalterischen Arbeit. Die Beziehung des Menschen zu sich selbst und seiner Umgebung steht dabei im Mittelpunkt. Im Laufe meines künstlerischen Werdeganges wurde die Wahl und die Botschaft meiner Themen für mich immer wichtiger.

Mein Bewusstsein darüber, was und wie ich Inhalte gestalterisch formuliere wuchs in den letzten Jahren immer schneller. Es wurde und ist wichtig für mich die Schönheit und das Reichtum des Lebens zu zeigen, zu leben und zu malen und somit auf künstlerische und kreative Weise nach außen zu tragen.

Meine Bilder zeigen die Freude, die Fülle, die Verbundenheit ebenso wie die Momente der Trauer, des Verlustes, der Gefühle, der Vergänglichkeit und auch der Sterblichkeit. Denn auch sie sind Ausdrucks des Lebens.

In meinem Leben und Arbeiten geht es darum in diesen Momenten die Tiefe und die Schönheit zu erkennen und zu zeigen. Es ist nicht mein Anliegen sie auszuklammern, eher im Gegenteil sie zu integrieren und auf gestalterische Weise zu transformieren. Und somit die Verantwortung dafür zu übernehmen und den eigenen Einfluss auf die Lebensgestaltung dadurch geltend zu machen. Künstlerische Gestaltungskraft verantwortungsvoll zu leben ist mir ein persönliches Anliegen.

Das Leben ist schön. Schön, dass Du da bist.



Sternchenparcours

Vita

1992 bis 1999 Studium der Visuellen Kommunikation an der Fachhochschule Münster

1995 bis 2003 Studium an der Kunstakademie Münster bei Prof. Udo Scheel

1999 Meisterschülerin

2001 Examen Freie Kunst

2001-2011 Mitglied der Ateliergemeinschaft Schulstrasse, Münster

2004 bis 2005 Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin

seit 2008 Archäologische Zeichnerin und Grafikerin in der LWL-Archäologie für Westfalen

Ich lebe und arbeite in Münster

Preise und Stipendien

2004 Graduierten-Stipendium derKunstakademie Münster, des Landes NRW

2003 Stipendium der Gemeinde Wangerland des Fördervereins Künstlerhaus Hooksiel

2000 Asia-Europe young Artists Meeting Seoul, Korea

1999 Förderpreis der Fördergesellschaft derKunstakademie Münster e.V.

 

Ausstellungen

2018  Ars Tango, KHP Düsseldorf; In der Blüte, Franziskus-Hospital, Münster

2017  Signo del Tango im Tango el Beso, Münster; Kirschblütenköniginnenküsse, Torhausgalerie Münster; Blumenfarbentanzzeiten, Metzgalerie Koblenz

2016  Von Blume zur Blume, Hawerkamp e. V., Münster; Signo del Tango im Tangoglück Dortmund

2015  "Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen, was sollen mir die Punkte sagen?", Burg Lüdinghausen, KAKtus Kulturforum e. V.; Kirschblütenköniginnenküsse, Palais Rastede

2014  Herzschriften, Kirchenfoyer Münster; Signo del Tango im Verein Tangopasion e.V.

2013  ...es blüht hinter uns her, Kunst zu Gast im Atelier 5, Sandhatten

2011   Menschen und Tierchen, Die alte Druckerei, Kuboshow, Herne

2010  Immer ich, Kunstverein ArtHAUS e.V., Schloss Ahau; Jubiläumsausstellung 10 Jahre Metzgalerie Koblenz; Kopfüber Himmelwärts, Kunsthalle Hangelar

2009  Strahl Dich Aus! Deutsche Kunst nach 1970 Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld

2008  Blick zurück nach vorn, Montag Stiftung Bildende Kunst, Bonn

2007  Ungetüme, Ungestüme, Ungefüge, Kunst & Kultur, Alte Amtmannei, Nottuln

2006  ...wirbeln Blüten wie Schnee, Galerie Schwenk, Castrop-Rauxel; Stadt der Frauen, Frauenmuseum Berlin e.V., Kommunale Galerie, Berlin

Auswahl

 


Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen -

was sollen mir die Punkte sagen?                 Reinhild Mackowiak

Taucht der Betrachter in die figurative Bilderwelt von Maike Kloss ein, so erschließt sich ihm eine farbige, üppige, strahlende, dichte Welt von Märchen, Träumen und Phantasien, thematisch auch inspiriert von persönlichen Begegnungen und realen Erlebnissen. Die dargestellten Wesen sind umgeben von überbordender Vegetation, verharren in unbestimmten Räumen sowie in bisweilen „inneren“ Landschaften. Die Figuren verschmelzen förmlich in und mit ihrem Umraum. Dabei geht Maike Kloss so weit, dass das Ornament sich über die gesamte Bildfläche ausdehnt. Köpfe, Hände und Arme nehmen sich in ihrer Körperlichkeit stark zurück. Charakteristisch für ihre Malerei sind Flächigkeit, Fragmentierung, Verdichtung und ornamentale Abstraktion, die die besondere, bisweilen atmosphärisch ambivalente Stimmung der Bilder erzeugen. Die Dargestellten wirken merkwürdig entrückt; ihre Gesten, Handlungen und Mimik lassen sich nicht eindeutig bestimmen. Im Gegensatz zum stark akzentuierten Ornament wirken Köpfe, Gesichter, Arme, Hände, Beine und Füße in der Farbgebung sehr reduziert. Die Gesichtszüge sind durch Einsatz von Zeichnung mit wenigen Linien festgelegt und stehen in eigenartigem Kontrast zum Körper, der durch flächiges Ornament definiert ist. Persönliche Beobachtungen, die Maike Kloss im Freundes- und Bekanntenkreis macht, regen sie zur bildnerischen Wiedergabe an. Seit einiger Zeit fließen Textzeilen aus der Lyrik von Paul Celan, Hermann Hesse, Gioconda Belli, Ingeborg Bachmann und anderen in ihre Werke ein. Bild und Text ergänzen sich dabei, eröffnen dem Betrachter weitere inhaltliche Dimensionen,  steigern aber auch die formalen Qualitäten der gesamten Bildkomposition.

Mit dem Tango hat sich Maike Kloss einen neuen Themenbereich erschlossen, der ihr Interesse an Bewegungsformen und Bewegungsabläufen zeigt. Zunächst werden die Tanzenden beim Tango skizziert, danach im Atelier die figürlichen Details mit malerischen Mitteln zu neuen Gruppierungen und Ausschnitten zusammengesetzt. Die Räumlichkeiten, in denen sich die Bewegungen und die Begegnungen der Paare ereignen, unterstreichen wirkungsvoll das Geschehen: Die Tanzenden sind zu einem dichten Gefüge verflochten, bisweilen bleibt der Raum nicht näher definiert; die Hintergrundpaare verleihen ihm Tiefe, die Spannung erzeugt. Für diese Momentaufnahmen fügt Maike Kloss unterschiedliche Bewegungsrichtungen, Drehungen, Überschneidungen und Fragmentierungen des Motivs zusammen. Die Flüchtigkeit und Dynamik der Bewegungen lässt subtil rhythmisierte Gruppenbilder entstehen.

Kunsthistorisch steht diese Malerei in berühmter Tradition des Expressionismus, des Impressionismus und des Jugendstils. Die expressive Geste und der weitgehende Verzicht auf die Lokalfarbe verweisen auf den Expressionismus. Dem Impressionismus entlehnt sie Figurenkonstellationen ähnlich denen Manets. Ihre Tanzbilder erinnern an die Modernität bei Degas. Die Brüchigkeit der Figur sowie der unkonventionelle Einsatz des Ornaments lassen an Jugendstilkünstler denken. Wie diese geht Maike Kloss von einem positiven Menschenbild aus. Leuchtend kräftige und höchst nuancierte Farben sowie der zeichnerische Duktus beherrschen diese Malerei. Die Summe aller von Maike Kloss verwendeten gestalterischen Mittelcharakterisiert ihre künstlerische Eigenwilligkeit. Maike Kloss setzt sich in ihrer Kunst mit existentiell menschlichen Themen auseinander: Das Flüchtige, das Statische, das Brüchige, Vergänglichkeit und Trauer begegnen dem Betrachter in all seinen Facetten.